Krasse Videos -Die lustigsten und krassesten Videos im Web
Willkommen
Login / Registrieren

1989, Holland-Germany | German Hooligans In Holland 89', Rotterdam

Dein Video beginnt in 5
Du kannst dieses Video abbrechen in 1

Danke! Teile es mit Deinen Freunden!

URL

Du hast dieses Video dislikt. Danke für Dein Feedback!

Tut uns leid. Nur Mitglieder können Playlists erstellen.
URL


Eingetragen von Admin in Hooligans
309 Aufrufe

Beschreibung

Holland-Deutschland, 1996 Rotterdam | Deutsche Hooligans in Holland

Erinnerungen eines Ex-Hooligans

Der ehemalige Hooligan Toni Meyer war jahrelang geil auf Gewalt. Den Höhepunkt seiner Straßenkampfzeit erlebte er mit dem "deutschen Mob" in Rotterdam.

Toni Meyer war trotz zahlreicher Ausschreitungen in den Fußballstadien der Republik noch immer nicht gesättigt. "Ich habe mich wie ein Junkie hoch dosiert, ich wollte mehr, immer mehr." Wieder suchte er die unbekannten Nischen. Den Nervenkitzel. Er reiste mit seinen Münchner Kollegen ins Ausland, folgte dem FC Bayern zu den Spielen im Europapokal und der deutschen Nationalmannschaft zu brisanten Länderspielen.

26. April 1989 in Rotterdam. Toni Meyer bezeichnet diesen Tag als Höhepunkt.

Schon vor Wochen war klar, dass es in Rotterdam nicht friedlich zugehen würde. Die Zeitungen sind gefüllt mit Schreckensszenarien. Und sie sollen Recht behalten. Am Spieltag herrscht Chaos in der Innenstadt. Autos mit deutschen Kennzeichen werden attackiert. Rauchbomben fliegen durch die Straßen, an jeder Ecke gibt es Schlägereien. Fensterscheiben zerspringen, Gitterstäbe werden aus ihren Verankerungen gerissen. 500 Deutsche befinden sich in Rotterdam.

Toni Meyer hastet durch die Gassen. Er wird von Holländern gejagt, er blickt sich um und spürt, wie der Schweiß seinen Rücken hinunter rinnt. Das ist es, wonach er sich gesehnt hat, "das ist der Kick". Plötzlich wird ein Deutscher neben ihm von einem Pflasterstein getroffen. Er sackt zusammen, blutet, zittert am ganzen Körper, als hätte er einen epileptischen Anfall. Wie ein Kriegsopfer ziehen sie ihn über den Asphalt in einen geschützten Hauseingang. Toni Meyer wartet einen Moment, bis sein Mitstreiter versorgt ist. Dann stürzt er zurück in die Gasse und hastet weiter. Eine Warnung war der Steinschlag für ihn nicht.

Das Katz- und Mausspiel geht weiter. Wer die Katze ist, und wer die Maus, wird an jeder Ecke aufs Neue verhandelt. Toni Meyer gerät in einen Hinterhalt, er sieht nur noch fremde Gesichter. Gegner. Ihm bleibt nur eine Möglichkeit: Er holt einen orangefarbenen Schal aus seiner Jackentasche, den er einem Holländer Minuten zuvor gestohlen hat. Für einen Moment fällt er in der aufgebrachten Masse nicht auf. Bis er etwas gefragt wird -- und nicht antworten kann. Er ist ertappt, und schon zieht ein Holländer ein Messer. Toni Meyer steht starr auf der Stelle, seine Gesichtszüge gefrieren, zum ersten Mal in seinem Leben verspürt er Todesangst. Bevor Schlimmeres passiert, setzt er sich in Bewegung. Er läuft so schnell er kann und flüchtet in den Hauptbahnhof, wo viele deutsche Hooligans eine Pause einlegen. Er zittert am ganzen Körper und atmet tief durch. Kurz darauf drücken ihm Freunde ein paar Bierdosen in die Hand. War ihm das eine Lehre? Ist seine ewige Sehnsucht nach Schmerz nun gestillt?

Meyer überlegt nicht mal eine Sekunde. Minuten später steht er wieder draußen auf der Straße und prügelt sich mit holländischen Fans. Satt ist er noch lange nicht. Manche würden es als krank bezeichnen, als pervers, aber in diesem Moment glaubte er tatsächlich daran Geschichte zu schreiben. Der amerikanische Journalist Bill Buford kann das nachvollziehen. Er hatte englische Hooligans Jahre lang begleitet und bei Krawallen irgendwann selbst Aggressionen entwickelt, in seinem Buch "Geil auf Gewalt" schildert er seine persönlichen Erfahrungen: "Ich spüre die Lust, ihn von hinten beim Hals zu packen und zuzudrücken, bis sein Atem aussetzt. Ich bin überzeugt, es ist ein echtes Bedürfnis und nicht nur eine gewalttätige Phantasie." Die Brutalität hatten ihn vollkommen eingenommen. Er bezeichnete sie als "Die Erfahrung absoluten Erfülltseins."

Anzeige wegen Landfriedensbruch: Tief enttäuschte Eltern
Fast zwanzig Jahre nach den Krawallen in Rotterdam bekommt Tony Meyer noch immer eine Gänsehaut. Es war die heftigste Zeit des Hooliganismus und die heftigste Zeit in seinem Leben. Er hatte es geliebt, am Morgen danach in die Zeitungen zu schauen. Die beängstigenden Bilder und Schlagzeilen waren Zeugnisse seiner Aggression. Seine Eltern hingegen waren tief enttäuscht, wenn wieder eine Anzeige im Postkasten landete.

Die klassischen Vergehen waren Landsfriedensbruch und Körperverletzung. Zweimal erhielt er eine Bewährungszeit, drei Jahre und zwei Jahre. In dieser Zeit hielt er sich bedeckt. So gut es eben ging. Manchmal stand er auf dem Fernsehturm in München und beobachtete, wie seine Kollegen ihre Gegner vor sich her trieben.

OLD SCHOOL HOOLIGANS - OLD SCHOOL ULTRAS - HOOLIGANS FIRMS

Schreibe einen Kommentar

Du musst Dich Registrieren oder Anmelden , um einen Kommentar zu schreiben.

Kommentare

Schreib als Erster einen Kommentar zu diesem Video
RSS